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Plakat zur Theatervorstellung

Handlung

Im Bühnenstück wird im Rahmen einer Gerichtsverhandlung eine Geschichte erzählt, die so oder so ähnlich in Borgholz zugetragen hat und als „Singekrieg“ in die Geschichte des Ortes eingegangen ist.
Folgendes hat sich zugetragen:
Im Jahr 1810 kam es in Borgholz zu einem Aufruhr, der für viele Einwohner schwere Folgen hatte. Auslöser war die Einführung neuer Kirchenlieder in hochdeutscher Sprache. Die alteingesessenen Borgholzer waren an ihre plattdeutschen Kirchenlieder gewöhnt und wollten diese nicht aufgeben.
Die Witwe Wollust wurde wegen Altsingens verhaftet. Dies löste einen Tumult aus. Die Einwohner zogen zum Rathaus und forderten die Freilassung der Frau. Die Gendarmen konnten die Menge nicht beruhigen und mussten unverrichteter Sache abziehen.
Am nächsten Morgen beim Gottesdienst sang die Gemeinde weiter ihre alten Lieder. Der Kantor versuchte, die neue Lieder einzuspielen, aber die Gemeinde ignorierte ihn. Es kam zu einem erneuten Tumult, und die Menge drängte auf den Kirchplatz.
Der Maire Waldeyer sandte einen Boten nach Kassel, um Hilfe anzufordern. Die Behörden waren empört über den Aufruhr und schickten eine Kompanie Grenadiere nach Borgholz. Der ganze Vorfall dauerte acht Tage. Die Soldaten mussten von den Einwohnern beköstigt werden.
Mehrere Einwohner wurden verhaftet und nach Höxter gebracht. Dort wurden sie vor Gericht gestellt und anschließend verurteilt. Außerdem wurden sie von den Behörden schikaniert.
Das Ereignis von 1810 war für viele Bewohner von Borgholz eine harte Erfahrung. Der Vorfall führte auch dazu, dass die Einwohner von Borgholz verbittert wurden. Sie fühlten sich von den Behörden unterdrückt.
Die Einführung der neuen Kirchenlieder wurde schließlich zurückgenommen. Die alten plattdeutschen Lieder wurden wieder eingeführt.

Das Thema des Schauspiels kann auch in der Dorfchronik nachgelesen werden.

Rolle                     Schauspieler
Richter Werner Gluns
Witwe Wollust Magret Lecke
Bürgermeister Hanjo Scheideler
Pastor Mathias Hartmann
Josef Busse Fabian Hoppe
Johann Kaufholz Michael Ewen
Konrad Schwarze Heinrich Klabes
Franz Werneke Alfons Gievers
Andreas Nebel Martin Legge
Gendarm Potthoff Ludger Schabedoth
Küster Paul Ewen
Gerichtsdiener Heiner Scheideler
Gerichtsschreiber Franz-Josef Pott
Schweizer Andreas Ewen
Zuschauer Heike Happe
Rita Richter
Martina Queren
Elisabeth Bodach
Angelika Graute
Gisela Pauls
Souffleuse Elisabeth Mues
Bühnentechnik Karl-Heinz Pauls
Christoph Temme
Regie Adelgunde Dunkel
Gisela Pauls
Drehbuch H. Multhaupt

 

Bildergalerie

 

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