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Pfarrverbund auf Pilgerreise

Borgholz, 08.-22.01.2018

 

Borgentreicher vor dem bekanntesten Gebäude Indiens, dem Taj Mahal. 

 

Borgentreich:

 

Insgesamt zweiunddreißig Mitglieder des Borgentreicher Pfarrverbundes waren zu einer Pilgereise nach Indien aufgebrochen. Die beste Adresse, um die Fahrt umzusetzen war Vikar Douglas Peter Cheruvathoor. Als gebürtiger Inder versieht er als Geistlicher seinen Dienst schon seit einigen Jahren in der Pfarrgemeinde Borgentreich. Vikar Douglas wohnt in Borgholz.

Vikar Douglas kommt aus dem Erzbistum Kochi, dem indischen Bundesstaat Kerala, im Süden Indiens. Somit ging die Reise zuerst nach Kochi. Hier ist das Christentum älter als in Europa, da es bereits zweiundfünfzig nach Christus vom Apostel Thomas dorthin gebracht wurde. Von dort ging es nach Munnar, in die wunderschöne Bergwelt mit seinen Gewürzplantagen. Nach einem Elefantenreiten und der Besichtigung einer Gewürzplantage ging es weiter zur Wallfahrtsstätte der Heiligen Alphonsa, die 2008 von Papst Benedikt XVI heiliggesprochen wurde. Mit einer Bootsfahrt auf den Kanälen des Blakewaters ging es am nächsten Tag weiter nach Trissur, der Heimat- und der Pfarrgemeinde von Vikar Douglas. Die Sonntagsjugendmesse wurde von mit mehr als tausend Gläubigen besucht. Hiervon waren circa achthundert Kinder anwesend, die begeistert die Messe gestalteten. Am Nachmittag hatte die Familie von Vikar Douglas zum Kaffee und Kuchen eingeladen. Am nächsten Tag wurde in Trissur das Kinderheim St. Christina`s Home des Bistums besucht. Hier finden alte Menschen und ledige Mütter mit ihren Kindern ein geschütztes Zuhause. Dem Heim konnte Spenden des Frauenchors aus Borgentreich und des Kirchenchors aus Borgholz-Natingen, die anlässlich der Weihnachtskonzerte erbracht wurden, an die Oberin Schwester Sheela Chakkalakal, übergeben werden. Geleitet wird das Heim von Father Johnson Chalissery, der auch die Führung durch die Anlage mit den Gebäuden und Gärten übernahm. Nach dem Besuch des Priesterseminars in Trissur ging es am nächsten Tag weiter mit dem Flieger nach Kalkutta. Hier war das Leben bedeutend hektischer. Der Verkehr war laut und chaotisch. Viel Smog hing in der Luft. Nach dem Besuch Wirkungsstätte und des Grabes vom Mutter Teresa, dem guten Geiste der Armen von Kalkutta, ging es zum Ganges, dem heiligen Fluss der Hindus. Das Baden der Menschen in dem nicht ganz so sauberen Fluss, war doch für Europäer etwas gewöhnungsbedürftig. Nach dem Besuch des Kali – Tempel und des Jain – Tempel der Hindus ging es mit dem Flieger weiter nach Jaipur, der Hauptstadt Rajasthans. Diese Gegend nennt man auch aufgrund der vielen Paläste und Baudenkmäler das Goldene Dreieck von Indien, Hier wurde das Fort Amper mit seine imposanten Befestigungen besucht. Das Fort war nur mit Elefanten oder Jeeps auf abenteuerlichen Straßen erreichbar. Weiterhin wurden das Jahrhunderte alte steinerne Observatorium von Sai Singh, den Palast Jantar Mantar und den Palast der Winde, das Hawa Mahal, aufgesucht. Die Fahrt mit dem Rikscha durch den chaotischen Straßenverkehr ist kaum zu beschreiben.

Weiter ging es mit dem Bus nach Agra. Hier wurde die verlassen Stadt Fatehpur Sikri des Moghulkaisers Akbar, besucht. Anschließend ging es zum Fort von Agra, eines der herausragenden Beispiele der Moghul-Architektur, Sitz und Hochburg der Moghul – Reiches über mehrere Generationen. Der Abend wurde eine Operettenaufführung, die die Liebesgeschichte des Taj Mahal spielerisch und musikalisch darstellt, besucht.  Das Highlight einer jeden Nordindienreise war das Taj Mahal. In unvergleichbarer Vollkommenheit und Schönheit erstrahlt dieses Bauwerk aus weißem Marmor in seinem Glanz. Das Fort und die Paläste in Agra sind ein lebendiges Zeugnis für den Reichtum des legendären Mogul-Reiches. Weiter ging es nach Delhi. Hier wurden die größte Moschee Jama Masjid und das Grabmal von Mahatma Gandhi, dem Freiheitskämpfer von Indien, besucht.

Anschließend ging es wieder nach Hause mit einer Vielfalt von neu gewonnen Eindrücken. „Indien ist eben anders,“ so die einhellige Meinung aller Reiseteilnehmer. 

Spende für das Waisenhaus in Trissur persönlich überreicht

Von links:

Schwester Sheela Chakkalakal, Simone Tewes (Kirchenchor) Bernhard Temme (ehem. Bürgermeister Borgentreich), Evi Hoppe (Kirchenchor), Rudolf Dunkel (MGV Eintracht), Franz-Josef Wegener (Ortsvorsteher), Vikar Douglas Cheruvathoor Lonappan

Einige Borgholzer sind mit dem Borgentreicher Pfarrverbund zu einer Pilgerfahrt nach Indien aufgebrochen. In der sozialen kirchlichen Einrichtung der ledigen Mütter mit Kind, Sankt Christinas Home, in der Stadt Thrissur, konnte persönlich eine Spende der Schwester Oberin Sheela Chakkalakal überreicht werden. Thressur liegt in der Provinz Kerala, im Süden von Indien. Das ist die Heimatdiozese des Vikars  Douglas Cheruvathoor Lonappan, der zur Zeit im Pfarrverbund Borgentreich seelsorgerisch tätig ist. Die soziale Einrichtung in Thrissur schützt verstossene, ledige Mütter mit ihren Kindern vor Gewalt und Obdachlosigkeit.

Der Kirchenchor Borgholz - Natingen hat mit Unterstützung des Männergesangvereins Eintracht Borgholz anlässlich des Weihnachtskonzertes in der Pfarrkirche Borgholz insgesamt siebenhundertdreißig Euro an Spende bekommen. Die Spende wurde vor Ort von einigen Borgholzern auf tausend Euro aufgerundet und den Verantwortlichen des Kinderheims übergeben. Die Spenden der letzten zwei Jahre wurde von Vikar Douglas immer bei seinen Heimreisen mitgenommen.

 

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© Franz-Josef Wegener

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